Chronische Schmerzen

Das Gehirn generiert bei chronischen Schmerzen ein psycho-emotionales Gefühl, obwohl keine akute Gefahr für Körperstrukturen besteht. Im Gegensatz hierzu stellt akuter Schmerz ein natürliches Warnsystem dar, das dazu dient, Körperstrukturen vor einer drohenden Verletzung zu schützen.

Erfahrungen führen im zentralen Nervensystem zu langfristigen Veränderungen und begünstigen hierdurch Lernprozesse. Während der Heilungsphasen ist es vorteilhaft, verletzte und nun regenerierende Körperstrukturen zu schonen. Nach Abschluss der Heilung hingegen sind Erfahrungen nötig, um zu lernen, Schutzmechanismen nicht weiter nutzen zu müssen. Bleiben diese nämlich länger als für den Heilungsprozess erforderlich ist bestehen, können langfristig andere Folgeschäden auftreten.

Kursinhalte

  • Tests zur Differenzierung der kontraktilen und nicht-kontraktilen Strukturen
  • Befund und Behandlung des vegetativen Nervensystems
  • Neurophysiologische Mechanismen
  • Mechanismen der physiologischen Wundheilung
  • Ausdauertraining und Ernährungsprinzipien

Therapeuten lernen

  • Die Ursachen von Schutzmechanismen zu verstehen
  • Die Bedeutung des vegetativen Nervensystems im Wundheilungsprozess
  • Kommunikationsstrategien anzuwenden die dem Umgang mit Schmerzen erleichtern sollen
  • Therapiestrategien anhand der individuellen pathophysiologischen Vorgängen zu entwickeln

Zielgruppe

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten und Ärzte, die ganzheitlich therapieren und ihr Repertoire um die neuesten Erkenntnisse aus der integrativen neuroorthopädischen Therapie erweitern möchten.

Voraussetzungen

Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium zum Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten oder Arzt.

Referenten

  • Renata Horst, MSc Neuroreha, PT-OMT, PNF-Instruktorin, ltd. N.A.P.-Instruktorin
  • Lehr- und Expertenteam der N.A.P.-Akademie