Forced Use/Spiegeltherapie

FU

Nach akuten Verletzungen und Erkrankungen ist es zunächst sinnvoll, die betroffenen Körperstrukturen zu schonen. Lernt der Mensch, Alltagsprobleme ohne das betroffene Körperteil zu bewältigen, verliert das betroffene Körperteil immer weiter an Bedeutung und Repräsentation. Sobald jedoch Potentiale erkannt werden, muss der Therapeut individuell geeignete Methoden wählen, um den Gebrauch des betroffenen Körperteils zu fördern.

Die beiden Therapiemethoden „Forced Use“ und „Spiegeltherapie“ sind in den letzten Jahren intensiv erforscht worden und führen nachweislich zu Veränderung der kortikalen Aktivierungsmuster. Ziel der Therapie ist es, dem Patienten das Wiedererlernen des sinnvollen Gebrauches seiner betroffenen Körperteile zu ermöglichen.

Kursinhalte

  • Synaptische und kortikale Plastizität
  • Einschluss- und Ausschlusskriterien
  • Complex Regional Pain Syndrome (CRPS)
  • Phantomschmerz
  • Neglect

Die Teilnehmer lernen

  • Differenziert zu befunden und Erfolge zu dokumentieren
  • Unterschiedliche Vorgehensweisen der Forced Use- und CIMT-Therapien
  • Gezielte Methoden zur Förderung der Wahrnehmungsprozesse
  • Umsetzung für alltagsrelevante Handlungen

Umfang

  • 18 Unterrichtseinheiten/Fortbildungspunkte (2 Tage)

Zielgruppe

  • Therapeuten, die ganzheitlich therapieren und ihr Repertoire um die neuesten Erkenntnisse aus der integrativen neuroorthopädischen Therapie erweitern möchten.

Voraussetzungen

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium zum Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten oder Arzt

Referenten

  • Lehrteam der N.A.P.-Akademie