Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

PNF Start

PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Es ist ein etabliertes und anerkanntes Konzept zur Fazilitation von Bewegungen. Neben der Förderung von Alltagsaktivitäten für die bestmögliche Teilnahme am Leben werden die Methoden und Techniken des PNF-Konzeptes genutzt, um die Faszienstrukturen unter Spannung zu bringen. Dies fördert die Funktion der Muskeln, um ökonomische Abläufe der Bewegungen zu ermöglichen.

Das oberste Behandlungsziel der PNF-Therapie ist es, unabhängig von der Diagnose, die Lebensqualität des Patienten zu fördern. Die PNF-Methoden und -Techniken streben die bestmögliche Bewegungsqualität im Hinblick auf Sicherheit und möglichst ökonomische Bewegungen zur Förderung des motorischen Lernens an.

Behandlungsspektrum

  • Lebenswichtige Funktionen wie das Atmen, Essen und Schlucken werden, je nach Krankheitsbild, gefördert.
  • Neurodegenerative Erkrankungen, wie Durchblutungsmangel im Gehirn nach Schlaganfall oder Multiple Sklerose.
  • Neurotraumatologische Verletzungen, z.B. nach Schädelhirntrauma oder Schleudertrauma.
  • Sportverletzungen und komplexe Knochen-, Band- und Kapselverletzungen.
  • Orthopädisch-degenerative Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle oder Gelenkarthrosen und Kiefergelenksdysfunktionen.
  • Symptomkomplexe wie Tinnitus, Schwindel, Migräne und Fibromyalgie, die zu einer verminderten Lebensqualität führen.

PNF

Ablauf der Weiterbildung

Die PNF-Weiterbildung beinhaltet den Grundkurs (100 Unterrichtseinheiten/Fortbildungspunkte) – der nur als Einheit belegt werden kann – und den Aufbaukurs (50 Unterrichtseinheiten/Fortbildungspunkte) mit Zertifikatsprüfung. Die erfolgreiche Absolvierung der Weiterbildung gemäß den Richtlinien der IKK, federführend für die deutschen Krankenkassen, berechtigt zur Abrechnung der Position „Neurophysiologische Krankengymnastik“ (KGN).

Hierfür sind folgende Richtlinien der IKK maßgebend:

  • Der Referent muss anerkannter IKK-Fachlehrer sein.
  • Der Teilnehmer muss über eine staatliche Anerkennung zum Beruf „Krankengymnast“ oder „Physiotherapeut“ verfügen.
  • Der Teilnehmer muss zu Beginn der Weiterbildung eine mindestens einjährige Berufstätigkeit als Krankengymnast oder Physiotherapeut nachweisen.
  • Die Teilnahme an der Zertifikatsprüfung erfordert die Absolvierung von 120 Unterrichtseinheiten.