Beckenboden- und Stimmtherapie

Die Beckenbodenmuskulatur ist nicht nur bei vielen neurologischen Erkrankungen Multiple Sklerose, Querschnittsyndrom, Schlaganfall und Parkinson, sondern auch nach einer Schwangerschaft, bei Erkrankungen der Prostata und mit zunehmenden Alter, insuffizient. Das Thema „Inkontinenz“ ist ein Tabu und führt zu erheblichen Einschränkungen im Alltag der Betroffenen.

Welchen Einfluss die fehlende Ansteuerung und Koordination zwischen Beckenboden- und Atemmuskulatur auf die Stimme haben kann, bildet den Inhalt dieses interdisziplinären Kurses. Eine normale Teilnahme am sozio-kulturellen Leben ist das Ziel der Therapie.

Kursinhalte

  • anatomische Zusammenhänge der Diaphragmen des Körpers
  • evidenzbasierte Untersuchungsmethoden zur gezielten Therapie des Beckenbodens
  • Studienergebnisse des Beckenbodenzentrums der Charité
  • Differenzierung zwischen „klassische“ und „spezifische“ Beckenbodengymnastik
  • emotionale Einflüsse und Schutzreaktionen des Körpers

Die Teilnehmer lernen

  • Mechanismen und Pathomechanismen von Beckenbodensymptomen und deren Zusammenhang für die Stimmbildung zu verstehen
  • Atmung und Stimme zu beurteilen mittels Tests
  • eigene Erfahrungen mit der Koordination der Beckenboden- und Atemmuskulatur zu machen
  • Techniken zur Lösungen von Spannungen der Nacken-, Schultergürtel- und Hüftmuskulatur anzuwenden
  • Atemtechniken zur Regulierung des vegetativen Nervensystems auszuführen

Zielgruppe

  • Therapeuten, die ganzheitlich therapieren und ihr Repertoire um die neuesten Erkenntnisse aus der integrativen neuroorthopädischen Therapie erweitern möchten.

Voraussetzungen

  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium zum Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten, Sport- oder Gymnastiklehrer oder Arzt.

Referenten

  • Renata Horst, MSc
  • Bärbel Junginger, MSc

Hinweise/ Kursgebühren

  • Dauer: 2 Tage und 18 Fortbildungspunkte
  • Kursgebühren: 340,00 €